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Das digitale Filmrestaurationssystem LIMELIGHT wurde bereits erfolgreich zur teilweisen Restauration des österreichischen Films Opernball angewandt. Die untenstehende Abbildung zeigt das schwer beschädigte Original (links) und das restaurierte Bild (rechts).
Der Restaurierungsvorgang beginnt mit dem Einlesen jedes Einzelbildes durch einen hochauflösenden Filmscanner, um digitale Bilder zu erhalten. Ein digitales Farbbild benötigt bis zu 45 MBytes an Speicher, das sind 3,7 TBytes (!) pro Filmstunde.
Die ersten Bilddefekte, die entfernt werden, sind Kratz- und Schleifspuren parallel zur Filmtransportrichtung. Unabhängig davon kann für jede Szene des Films automatisch ein Referenzbild erzeugt werden, das sozusagen ein "gutes" Bild darstellt. Dieses Referenzbild wird zunächst für die Helligkeitskorrektur der Bilder dieser Szene verwendet.
Um Defekte zu erkennen, die nur in isolierten Einzelbildern auftreten, ist es notwendig, die Bewegung von einzelnen Bildobjekten zu verfolgen (Local Motion Analysis). Dann kann nach entsprechender Kompensation durch Differenzbildung mit dem Referenzbild eine Defektmaske erzeugt werden. Durch die Verfolgung der Kamerabewegung (Dominant Motion Analysis) können auch Bildvibrationen erkannt werden. Die erkannten Bildanomalien werden schließlich in der letzten Phase des Restaurationsvorgangs beseitigt, die auch eine Rauschunterdrückung einschließt.
Der Benutzer kann an mehreren Stellen des automatischen Restaurationsablaufs eingreifen, um gegebenenfalls manuelle Korrekturen vorzunehmen, Parameter abzuändern oder die Auswahl gewisser Referenzbilder zu beeinflussen.
Der restaurierte Film kann entweder auf digitalen Medien gespeichert werden oder wieder auf herkömmliches Filmmaterial übertragen werden.
Das linke obere Bild zeigt das Original - möglicherweise sind die Staubspuren auf Ihrem Display kaum zu erkennen. Durch Differenzbildung mit einem Referenzbild wird eine Defektmaske erzeugt, die die Staubspuren als helle Punkte identifiziert (mittleres Bild). Dabei dürfen Pixelunterschiede, die auf Bewegungen des Darstellers zurückzuführen sind, nicht aufscheinen. Dies wird durch die Verfolgung entsprechender Bildpunkte durch mehrere Einzelbilder hindurch erreicht, die bei der Berechnung der Defektmaske berücksichtigt werden.
Die Bildpunkte, die in der Defektmaske aufscheinen, werden schließlich durch den Mittelwert entsprechender Bildpunkte der vorhergehenden und nachfolgenden Einzelbilder ersetzt. Das Ergebnis ist im unteren Bild zu sehen.